Amazon & Co als Alternative zum eigenen Web-Shop | Einführung | Anmeldung | Hilfe

Amazon & Co als Alternative zum eigenen Web-Shop
Ein eigener Web-Shop gilt vielen Unternehmern immer noch als erstrebenswertes Ziel. Leicht, schnell und mit geringen Kostenaufwand über das Netz zu verkaufen scheint, glaubt man der Werbung einschlägiger Anbieter, kinderleicht und schnell realisierbar.
Die Realität sieht oft anders aus. Geringe Umsatzzahlen, hohe Unterhaltskosten und mangelnde Kundentreue lassen das Projekt Web-Shop führen dazu, das das Projekt nur noch geringe Priorität hat bzw. ganz eingestellt wird.
Wer keine Erfahrung im Verkauf über das Internet hat oder die hohen Kosten zum Betrieb eines eigenen Web Shops scheut, kann seine Produkte alternativ auf Handelsplattformen wie Yatego oder Amazon anbieten.

„The Long Tail“ als Grundlage des Amazon Geschäftsmodells:
Das Geschäfts-Modell von Amazon hat sich schon von Beginn an von der Masse der anderen Anbieter abgehoben. Amazon setzte von Anfang an auf das Theorie  des „Long Tails“, bei der ein Anbieter im Internet durch eine große Anzahl an Nischenprodukten Gewinn machen kann.


Ziel von Amazon ist es dabei den Kunden möglichst alle Produkte anzubieten, denn in Summe sind die Umsätze beim weniger populärer Produkte höher als beim Verkauf  von Topsellern. Dieses Prinzip würde bei „tangiblen“ Produkten aber die Lagerkosten unbotmäßig erhöhen und das Modell im Extremfall unattraktiv machen. An dieser Stelle greift das Marketplace Konzept von Amazon. Hierbei können unabhängige Händler und Privatpersonen ihre Produkte bei Amazon anbieten. Die Ware bleibt beim Händler, der sie auch verschickt. Amazon verdient mit Gebühren und Provisionen.

Vorteile für den Händler:
Neben einer monatlichen Gebühr von brutto 44.85 Euro fallen nur Kosten an, wenn ein Produkt verkauft wird.  Die Aktualisierung der Bestände ist, bei einer entsprechenden Eignung des Kassen- bzw. Warenwirtschaftssystems, leicht und schnell durchführbar.

So funktioniert Amazon:

Produkte in Ihrem Amazon-Konto einstellen
Nach erfogter Anmeldung ( https://sellercentral-europe.amazon.com/) besteht die Möglichkeit, über die Webanwendung „SellerCentral“ oder eine kostenlose Desktop-Softwareanwendung (SellerDesktop) Ihre Produktdaten zu erfassen. Alternativ können sämtliche Produktdaten als Dateien an Amazon übermittelt werden oder die Daten, bei entsprechender Eignung Ihres Kassen- und/oder Warenwirtschaftssystems, direkt an Amazon zu übertragen.
Um Amazon zu testen  reicht Sellers Central aus. Ab ca. 100 Produkten erweist sich die manuelle Erstellung von Produktbeschreibungen und die Bestandsverwaltung aber als zu zeitaufwendig. Ferner reicht eine kleine Produktauswahl oft nicht aus, um das Potential von Amazon als Vertriebskanal zu testen. Oft ist man erstaunt, in wie weit die Verkaufszahlen und Produktvorlieben der Amazon Kunden, von den bisher gemachten Erfahrungen im stationärem Handel abweichen.
Risikoreicher aber informativer ist es, alle Produktdaten an Amazon zu übermitteln. Hat man die komplette Produktpalette online gestellt kann man exakt nachvollziehen, in wie weit Online- und Offline Nachfrage divergieren.
Produkte mit geringem Bestand sollten Sie in beiden Fällen sicherheitshalber auf null (keinen Betsand) setzten. So schließen Sie aus, daß im Laden das letzte Stück verkauft wurde und sie den Amazon Kunden nicht beliefern können. Sollte es öfter zu Nichterfüllung kommen, behält sich Amazon vor Sie als Händler von Ihrer Vertragspflicht zu entbinden.
Eine direkte Schnittstelle zwischen Ihrem Kassensystem und Amazon (mit zeitnahem autom. Datenabgleich) ist die sicherste Art , solche Überschneidungen zu vermeiden. Für die erste Gehversuche auf Amazon ist eine solche Lösung zu teuer.
Kunde kauft bei Amazon Ihr Produkt
Amazon setzt Sie über alle eingegangenen Kundenbestellungen in Kenntnis. Sie verpacken den Artikel und versenden ihn an den Kunden, sofern Sie nicht das Angebot „Fulfillment by Amazon“ nutzen.
Amazon leitet die Zahlungen an Sie weiterAmazon überweist die Beträge, abzüglich der angefallenen Gebühren, auf Ihr Konto und informiert Sie entsprechend per E-Mail.

Ausblick:
Parallel zu Amazon empfiehlt es sich Yatego als zweiten Vertrieskanal zu nutzen. Eine Einführung dazu wird bald gebloggt.


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