Das iPad erfordert neue Verlags-Konzepte | Bild app | Lukas Kirchner

Das iPad erfordert neue Verlags-Konzepte | Bild app | Lukas Kirchner

Verleger sehen im iPad die lange gesuchte Lösung zur Virtualisierung Ihrer Print Titel. In der Praxis gestaltet des sich schwieriger als gedacht. Die NY Times kämpft immer noch mit der Umsetzung, denn die Kunden sind in der Mehrheit nicht zufrieden. In Deutschland darf die Bildzeitung auf einen erfolgreichen Start hoffen. Noch mit Kinderkrankheiten behaftet, weist die BILD App für den iPod respektive iPhone in die richtige Richtung. Interaktive, mit dem Web verknüpfte Inhalte, neue Visualisierungsmöglichkeiten von Bild und Content und vor allem, der mehrmals tägliche Update des Contents wurden unter der Ägide von Lukas Kirchner, seines Zeichens Medienberater, realisiert. Die  BILD App darf wohl als Beta Test für die iPad Lösung gelten. Kirchner visionär: „Es ist ein Mega Irrtum zu glauben, die Inhalte haben wir sowieso, das iPad ist nur ein weiterer Vertriebskanal“ und es werde „eine viel stärkere visuelle Art des Erzählen gefragt sein.“

Umsetzung Mangelhaft: NY Times auf dem iPad von Apple

Umsetzung mangelhaft: NY Times wird dem iPad nicht gerecht

Die Verlage können von den Fernsehsendern lernen, die in der Vergangenheit gezwungen waren, die Kosten von Reportagen rigoros zu beschneiden.
Deren Lösung: Der „Einzelkämpfer“. Vor 15 Jahren begannen die Pioniere, ausgestattet mit Kamera und viel gutem Willen, auf den Pressekonferenzen aufzutauchen. Anschließend brachte der „Einzelkämpfer“ das Material in ein sendefähiges Format. Eine kostengünstige und erfolgreich Methode, Fernsehen zu machen. Heute gelten sie, anfangs noch belächelt, als anerkannte Kollegen.

Der „Einzelkämpfer“ wird sich auch bei den Zeitumgsverlagen durchsetzten und dort einen neuen Reportertypus schaffen: Multimedial geschult und fähig Wortbeiträge und Bilder schnell und effizient online zu bringen, wird er die Zukunft der Verlage mitbestimmen.

Ein Wort noch an die schreibende Zunft: Die ruhigen Tage sind vorbei.

1) Quelle der Zitate: Ein iPad für ein Halleluja, S. 70, Der Spiegel, Ausg. 21/22.04.2010

Literaturtipp:

Das iPad erfordert neue Verlags-Konzepte | Bild app | Lukas Kirchner

Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.

Comments are closed.