Der optimale Wander-Schuh für den Jakobsweg | Camino |

Der optimale Wander-Schuh für den Jakobsweg | Camino
Der spanischen Jakobsweg stellt nicht nur den Wanderer, sondern auch das Schuhwerk vor eine große Aufgabe. Steinige und schlotterige Wanderwege wechseln sich mit langen Passagen auf Asphalt ab. Prinzipielle stellt sich also die Frage: Gibt es den optimalen Wanderschuh für die gesamten 800 km. Darauf kann man mit einem klaren JEIN antworten. Der Jakobsweg lässt sich mit Trekking- bzw. Wanderstiefeln, Wanderschuhen und Trekking- Sandalen gut erwandern. Wichtig ist: Schuhe für den Abend einpacken, am besten empfehlen sich solche, die die aktive Erholung der Füße unterstützen.

Camino 2006: Gut ausgerüstet: Hier 2 x Trekkingstiefel, 1 x Wanderschuhevl: Anne (Frankreich), Fairley (Schottland), David (USA)

Hier kurz alle Varianten im Überblick:

Trekking- bzw. Wanderstiefel
Die klassischen Trekking- bzw. Wanderstiefel sind gerade bei deutschen Pilgern sehr beliebt. Fast Jeder hat noch ein „altes“ Paar im Schrank, das ja noch gut ist. Viele sind dann überrascht, daß sie trotz eingelaufener Stiefel immer noch Blasen und Druckstellen bekommen. Ein Grund hierfür ist, daß man Tagesetappen bis zu 40 Kilometer daheim in den Bergen nie erreicht. Das Höhenprofil des Jakobswegs ist aber moderat und lädt zu längerem Gehen ein. Der Fuß schwillt hierbei auf. Als Resultat entstehen die unschönen Blasen. Als zweiter Verantwortlicher darf die wasserdichte Ausstattung mittels Membran vieler Stiefel gelten. Je höher die Aussentemperatur desto geringer ist die Atmungsfähigkeit des Schuhs. Der Fuß schwitzt. Das kann der Träger jedoch mit längeren Pausen, in denen man die Schuhe auszieht und den Fuß trocknen lässt, gut kompensieren.
Persönlich habe ich gute Erfahrung mit dem LOWA Trekker gemacht. Er ist aber etwas schwer, da er aus Leder gefertigt ist. Als leichtere Variante bietet sich der Lowa Renegade an.
Tipp: Für so lange Touren ist es zu empfehlen, den Schuh eine halbe Nummer größer zu kaufen. So wird das Blasenrisiko vermindert. Gute Wandersocken tragen nicht nur zu einem trockenerem Fuß bei, sie schützen auch vor Druckstellen. Persönlich schwöre ich auf Falke Socken (Tipp vom Passauer Rudi): FALKE Walkie light .

Wanderschuhe & Turnschuhe
Viele Spanier auf dem Jakobsweg trage anstelle von Stiefeln leichte Wanderschuhe bzw. Turnschuhe. Der Vorteil dieser Schuhvariante (leicht, atmungsaktiv) wird aber gerade von ungeübten und schweren Wanderern oft teuer erkauft.  Mangels Schaft ist der Fuß nicht so gut gegen Umtreten und Ausrutschen auf schotterigem Untergrund geeignet. Ein solcher Unfall kann dann leicht zu einer längeren Zwangspause bzw. zum Abbruch der Pilgerreise führen. Somit sollten diese Schuhe nur von geübten Wanderern oder Läufern getragen werde.
Persönlich habe ich gute Erfahrungen mit meinem Laufschuh gemacht, dem Asiccs LAUFSCHUHE GEL-KAYANO . Als sinnvollere Alternative darf aber der Meindl Magic Men gelten. Laufschuhe sind nun mal nicht optimal auf längere Wanderungen ausgelegt.

Trekking-Sandalen
Trekking Sandalen gehören auf dem Jakobsweg immer noch zu den Exoten. Zu Recht? Sie werden in der Regel nur von Tagestouristen getragen und gelten bei richtigen Caminieros als verpönt. Sie bieten dem Fuß nahezu keinen Schutz gegen Umtreten und vor Verletzungen durch spitze Steine. Auch die Riemen scheuern gerne. Doch das Fußgefühl ist phänomenal. Leichter und bequemer geht es nur barfuß. Trotzdem musste ich mit bei meiner dritten Tour diesen Luxus mit geschwollenen Füßen und gelegentlichen kleinen Blessuren erkaufen. Ich hatte mich für die Teva Hurricane entschieden. Wenn schon Sandale dann die Coolsten. Wichtig ist, daß man sehr geübt und fit ist. Der Rucksack sollte ultraleicht sein (unter 5kg), dann kann man den Spaß wagen.

Fazit:
Ungeübte Wanderer sollten zum Stiefel greifen, geübten Wanderern bieten sich mit Wanderschuhen und Sandalen interessante Alternativen.

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