Facebook lernt den „Gefällt mir nicht“ Button kennen | Facebook meets the „Unlike Button“ by Rob Pegorano

Facebook lernt den „Gefällt mir nicht“ Button kennen

In der zur Zeit herrschenden Diskussion über Facebook’s Umgang mit Nutzerdaten möchte ich meinen Beitrag leisten. DIGG verwies auf einen beachtenswerten Kommentar von zu diesem Thema. Die Übersetzung ist frei. Bitte ziehen sie zum Zwecke der Bewertung des Gesagten und für Zitate den Originaltext heran. Die Verweise im Artikel führen zu den englischsprachigen Originalseiten.

Faster Forward By Rob Pegorano

Facebook lernt den „Gefällt mir nicht“ Button kennen
Übersetzt ins Deutsche von Stefan Ströbl

Die Seite, die wie ein einziger Beliebtheitswettbewerb wirkt, scheint zur Zeit etwas unpopulär zu sein. Nach einer Reihe von Änderungen, die die Privatsphäre der Nutzer negativ beeinflussen,wird Facebook zur Zeit öffentlich abgewatscht.

Ein Wired Blog Post bezeichnet das weit verbreitete Soziale Netzwerk als „verlorenen Schlaumeier“. Eine Gruppe von Programmierern, die eine Alternative zu Facebook entwickeln, konnten innerhalb kurzer Zeit zehntausende von Dollar, die Fremde gespendet hatten, verbuchen. Eine Serie wichtiger Personen aus der Technologieszene haben Ihre Facebook Accounts gelöscht.

Ich bin weder besonders überrascht noch habe ich zu viel Verständnis für Facebook. Das Palo Alto, Calif. Unternehmen verdient diesen Gegenwind.

Erstens: Bedenken Sie die Änderungen, die sie bei ihren Nutzern eingeführt hat. Facebook stellt Teile Ihres Profils – Ihren Wohnort, Arbeitgeber, Ihre Hobbies und so weiter als Link in die Öffentlichkeit, außer Sie löschen diese Information explizit. Ein weitere Änderung enthüllt Ihre Vorlieben für gewissen Themen und Seiten im Netz, diese hier eingeschlossen. Ein Klick auf den, langsam allgegenwärtigen, „Gefällt mir“- Button genügt. (Beachten Sie , daß ich in meinem mein ersten Posts zu diesem Thema diese Auswirkungen auf die Privatsphäre  nicht behandelt habe).Und Drittens, die Funktion „Instant Personalisation„,  teilt Ihrer Daten, ohne Ihre vorherige Zustimmung, mit anderen Seiten.

Und Zweiten , Facebook’s ständige Anderungen des  Private Einstellungen Interface machen es schwer Einstellungen zu kontrollieren und zu ändern.

Facebook hat anstößige Angewohnheit, ihr bedauernswert komplexes System so zu ändern, daß früher gemachte Anweisungen außer Funktion gesetzt und manchmal sogar ältere Einstellungen invertiert werden. Ohne klare, konkrete  Beispiele, wer Ihre Posts sehen kann, ist es keine Überraschung,  daß einige Nutzer damit Enden, daß sie ihren Posts versehentlich mit dem ganzen Internet teilen.

Und Drittens, Facebook hat so etwas in der Vergangenheit schon öfter gemacht. Diese  alarmierende Flash Anmimation zeigt auf, wie geänderter Standardeinstellung kontinuierlich die Privatsphäre der Nutzer in den letzten Jahren erodierten.

Es ist möglich, daß sich Facebook’s über 400 MIilionen Nutzers wieder beruhigen und die Änderungen akzeptiern,wie Sie es in der Vergangenheit schon wiederholt gemacht haben..

Facebook hat aber noch ein viertes Problem: Es wirkt arrogant.

Vielleicht ist das nur meine Wahrnehmung.Ich kenne den Grund nicht warum es dem 26-Jahre alte Gründer Mark Zuckerberg nichts ausmacht in Hemd, Schlips und Jakett zu steigen und darüber zu quasseln, wie sich unsere Auffassung von Privatsphäre zu verändern hat.

Aber als ich mit Facebook  Führungskräften über die Beschwerden der Nutzer sprach, bekam ich als Antwort zu hören, das die Änderungen nötig seien, um innovativ zu bleiben. Manchmal folgte zudem eine vagen Geschichte, die als Nicht-Entschuldigung deren Notwendigkeit illustrieren sollte (-das ot.com Äquivalent zum aalglatten „Wenn ich jemand beleidigt haben sollte, …“der Polituker) :Aufdringlich „herzerwärmende“ Geschichten, wie etwa dank Facebook adoptierte Kinderihre richtigen Eltern wiedergefunden haben.

Einstweilen – die führenden Köpfe von Facebook glauben ernsthaft daran, daß ihr Unternehmen die führende Quelle für Identität und Authentifizierung im Web sein sollte – bieten sie eine Funktion an, die im Orginal Design des Internets ausgespart wurde. Aber sie scheinen dabei nicht akzeptieren zu wollen, daß, wenn sie ein solch sozialer Dienst sein wollen, ihr Verhalten ändern müssen.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich mag Facebook als einen Service, der oft besser funktioniert als individuelle E-Mails und mich hilft mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Wenn ich einen neuen Post geschrieben habe, werden ich mich wahrscheinlich wieder durch die Seite klicken, um zu sehen was sich geändert hat. Und hoffe, daß sich  meine Freunde auch, wenn sie Facebook benutzen, gewahr sind, in wie weit Facebook ihre Privatsphäre tangieren kann.

Quelle:
Washington Post,  Facebook meets the „Unlike Button“, Rob Pegorano, 17.05.2010, http://washingtonpost.com

Facebook lernt den „Gefällt mir nicht“ Button kennen | Facebook meets the „Unlike Button“ by Rob Pegorano

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